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Die Neue Thomasorgel

DIE ORGEL

Förster & Nicolaus Orgelbau / Lich 1952/2021; III/P; elektronische EinzeltonansteuerungHistorie

Die Heddernheimer evangelische Kirche wurde am 22. März 1944 bei einem der zahlreichen Luftangriffe auf Frankfurt zerstört. Auch von der ursprünglich romantischen Walcker-Orgel von 1901, in 1938 im Zuge der Orgelbewegung auf Empfehlung von Prof. Helmut Walcha von Fa. Eule / Bautzen neobarock umdisponiert, blieb nur das geschmolzene Metall der Pfeifen. 

1950 konnte die wieder aufgebaute Kirche eingeweiht werden, und alsbald wurde auch eine neue Orgel in Auftrag gegeben. Die Disposition, weiterhin neobarock am Klangideal der Orgelbewegung orientiert, wurde wiederum unter Mitwirkung von Prof. Walcha, Organist an der Dreikönigskirche Frankfurt-Sachsenhausen, entwickelt. Der Auftrag ging dieses Mal an Fa. Förster & Nicolaus / Lich: dorthin war nach dem Krieg der bekannte Intonateur Fritz Abend gewechselt, der 1938 bereits für Fa. Eule die erste Orgel in Heddernheim intoniert hatte. Am 2. November 1952 wurde die Orgel eingeweiht, das Einweihungskonzert spielte Prof. Walcha.

Die Orgel hatte 22 Register auf 2 Manualen (C – f3) und Pedal, elektropneumatische Kegelladen, Prospekt auf Taschenladen.

 

Das Projekt Neue Thomasorgel

Alle 20-30 Jahre muss eine Orgel gründlich überholt und gereinigt werden. Nach der Reinigung 1986 standen Überlegungen dazu seit dem Ruhestand von Kantor Ernst-Wilhelm Schuchhardt und der Neubesetzung der Stelle mit Tobias Koriath in 2012 an. Wünschenswert war zum einen eine Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten, ein besseres Fundament im Bass und die Ergänzung um einige eher romantisch geprägte Klangfarben. Zum anderen musste die gesamte Elektrik erneuert und auf heutigen Sicherheitsstandard gebracht werden. Der begrenzte Platz in der und um die Orgel war zu berücksichtigen.

Davon ausgehend wurde ein Konzept entwickelt, das eine elektronische Einzeltonansteuerung vorsah. So konnte die klangliche Erweiterung platzsparend durch Zubau neuer Pfeifenreihen erfolgen, aus denen durch die elektronische Ansteuerung jeweils verschiedene Register gezogen und den drei neuen Manualen (C-c4) und dem Pedal frei zugeordnet werden können. Die vorhandenen Register wurden durch teilweisen Ausbau angepasst. Der größte Teil der neuen Pfeifen sowie das alte Oberwerk bilden das neue Schwellwerk mit einem Gehäuse, das, äußerlich dezent, über die markanten kupfernen Prospektpfeifen bis zur Decke des Kirchraumes reicht. 

Herzstück der neuen Thomasorgel ist der neue Spieltisch: fahrbar, höhenverstellbar, midi-fähig und neben klassischen Registerschaltern für sämtliche Funktionen über Touch-Screen ansteuerbar.

Der Kirchenvorstand beauftragte nach einer längeren Planungs- und Sondierungsphase wiederum die Fa. Förster & Nicolaus mit den Arbeiten. Am 19. Januar 2020 verabschiedete die Gemeinde sich von der alten Thomasorgel. Nach 20 Monaten Bauphase konnte die neue Thomasorgel mit einer Festwoche vom 10. – 19. September 2021 eingeweiht werden.

Wir sind dankbar für die zahlreichen kleinen und großen Spenden aus der Gemeinde, aus Heddernheim und von vielen Kirchenmusik- und Orgel-Begeisterten, die neben den Zuschüssen aus der Kirchenverwaltung und den Rücklagen der Gemeinde das Projekt finanziert haben. Die Finanzierung ist weitgehend, aber noch nicht ganz geschafft. 

Weiterhin freuen wir uns über Unterstützer/innen für die Orgel: werden Sie z.B. Patin oder Pate für eine unserer neuen Orgelpfeifen!

Weitere Einzelheiten zu dem Projekt finden Sie unter www.thomasorgel.info.

Die Festschrift zur Einweihung (12 €) erhalten Sie im zentralen Gemeindebüro oder im Stadtteilbüro Heddernheim, Heddernheimer Landstraße 32. Auf 100 Seiten ist alles über Konzept, Bau und Geschichte der neuen Orgel zu erfahren. Auf Wunsch sendet das Gemeindebüro die Festschrift portofrei zu.

Spendenkonto Neue Thomasorgel:

Kontoinhaber: Ev.KG Frankfurt-Nordwest

Evangelische Bank

IBAN: DE53 5206 0410 0004 1013 75

BIC: GENODEF1EK1