Unser Nachbarschaftsraum

Das Verkündigungsteam in unserem Nachbarschaftsraum

Von links nach rechts: Kantor Manuel Dahme, Pfarrer Holger Wilhelm, Pfarrerin Dr. Ruth Huppert, Gemeindepädagogin Jasmin Heldmann, Pfarrerin Hannah Reichel, Pfarrer Joachim Winkler, Pfarrerin Katja Föhrenbach (es fehlt Gemeindepädagoge Adrian Hülse)
 

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) befindet sich derzeit in einem großen Umstrukturierungsprozess, dem „Prozess EKHN 2023“. 

 

Die EKHN reagiert damit proaktiv auf den Mitgliederrückgang und finanzielle Heraus-forderungen bis 2030. Der Prozess verfolgt das Ziel, notwendige Einsparungen umzusetzen und die EKHN fit für die Zukunft zu machen.

Die Einführung von Nachbarschaftsräumen ist dabei ein Schlüsselelement. Ziel ist es, dass die EKHN trotz zurückgehender Mittel Kirche vor Ort bei den Menschen bleibt. Dafür werden Kirchengemeinden zukünftig in diesen Nachbarschaftsräumen enger zusammen arbeiten.

 

Die Stadtsynode Frankfurt und Offenbach hat im Juli 2023 für ihre rund 60 evangelischen Gemeinden in den beiden Städten eine Einteilung in 10 Nachbarschaftsräume (NBR) beschlossen, die künftig eng zusammenarbeiten und Zukunftskonzepte entwickeln werden. Unsere Nordwest-gemeinde bildet zusammen mit der Lydiagemeinde und der Riedberggemeinde den Nachbarschaftsraum 4, „Frankfurt-Nordwest“. Die Lydiagemeinde hat wie die Nordwestgemeinde zum 1.1.2020 fusioniert, aus den früheren Gemeinden Hausen, Auferstehungs- und Wicherngemeinde, umfasst also Hausen und Praunheim. Die Riedberggemeinde umfasst das gesamte Neubaugebiet Riedberg. 

 

Für den Prozess EKHN 2030 sind Maßnahmen auf folgenden Gebieten erforderlich:

 

Pfarrpersonen, hauptamtliche Kirchenmusiker und Gemeindepädagog*innen bilden schon jetzt das Verkündigungsteam des NBR. Sie koordinieren ihre Arbeit im gesamten Nachbarschaftsraum und arbeiten gemeindeübergreifend, wenn auch mit örtlichen Schwerpunkten. Hier stellt sich das ganze Verkündigungs-team vor.(folgt!)

 

Die bisherigen Pfarrerinnen der Nordwestgemeinde Dr. Ruth Huppert und Hannah Reichel werden auch im NBR schwerpunktmäßig für die Nordwest-gemeinde zuständig bleiben. Aber alle Pfarrpersonen übernehmen auch immer wieder Gottesdienste im gesamten Nachbarschafts-raum, und man kann sie bei anderen Veranstaltungen in allen Gemeinden kennenlernen.

 

Die Beerdigungen werden bereits jetzt wochenweise von je zwei Pfarrpersonen aus dem Team für den gesamten Raum übernommen. Der Konfirmandenunterricht findet ebenfalls jetzt schon mit drei unterschiedlichen Formaten für die Jugendlichen aller Gemeinden statt. Kantor Manuel Dahme ist schwerpunktmäßig an St. Thomas und die hiesigen Musikgruppen angebunden, aber auch für die anderen Gemeinden ansprechbar. Die Gemeindepädagogik hat ihr Büro bis auf weiteres in Niederursel und organisiert von dort aus die Kinder- und Jugendarbeit, die in allen drei Gemeinden vor Ort stattfindet.

Die Verwaltung wird in einem gemeinsamen Gemeindebüro an einem Standort zusammengefasst. Für unseren NBR 4 befindet sich das gemeinsame Büro ab September 2026 im Gemeindehaus der Lydiagemeinde in der Graebestraße 2 in Praunheim. Die bisherigen Gemeindebüros bleiben teilweise für eine Übergangszeit mit reduzierten Öffnungszeiten bestehen. 

Weitere Änderungen gibt es im Bereich der Gemeindehäuser. Hier ist eine erhebliche Reduzierung unserer Versammlungsflächen gefordert. Zur Zeit haben wir im Nachbarschaftsraum acht Gemeindehäuser, wovon drei übrigbleiben werden. Welche und wo, entscheidet die Stadtsynode im Dezember 2026 in einem Gesamtplan für Frankfurt und Offenbach. Unsere drei Kirchenvorstände haben der Synode dazu einen einverständlichen Vorschlag unterbreitet, die finale Entscheidung steht aus.

Die drei Gemeinden haben für ihre Zusammenarbeit die Rechtsform der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Das heißt, sie bleiben drei rechtlich selbständige Gemeinden mit drei Kirchenvorständen. Nur für den Bereich des gemeinsamen Gemeindebüros und die Fragen der in Zukunft verbleibenden Gebäude wird ein „geschäftsführender Ausschuss“ aus je drei Gemeindevertretern und zwei Vertretern des Verkündigungsteams gebildet. Die Einzelheiten der Zusammenarbeit regelt eine von den drei Kirchenvorständen beschlossene Satzung.

Die Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft beginnt zum 1.1.2027. Aber bereits seit 2023 bereiten eine Steuerungsgruppe und eine Reihe von fachlichen AGs die Zusammenarbeit vor. Und nach und nach können sich weitere Felder der gemeinsamen Arbeit entwickeln, wie z.B. bereits jetzt bei der gemeindeübergreifenden Konfirmanden-arbeit. Auch verschiedene besondere Gottesdienste finden bereits für alle gemeinsam statt. So kann sich Gemeinsames nach und nach entwickeln, aber der Charakter der Einzelgemeinden erhalten bleiben.

 

All dies bringt viele Veränderungen mit sich, auf die wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge blicken. Wir sind gespannt, wo der gemeinsame Weg uns hinführt und vertrauen auf Gottes Leitung in all diesen Prozessen.