30/12/2025 0 Kommentare
Theologie zwischen Torte und Tatort
Theologie zwischen Torte und Tatort

Theologie zwischen Torte und Tatort
Eine Gesprächsreihe mit Pfarrerin Dr. Ruth Huppert zu biblisch-theologischen und gesellschaftlichen Fragen, die unser Leben als Christinnen und Christen berühren. Der Titel der Reihe ist in dieser Hinsicht auch Programm. Es kann so ziemlich alles zum Thema werden, was zwischen Torte und Tatort existiert.
Die Themen werden meistens von der Gruppe beim vorherigen Treffen ausgesucht. Herzliche Einladung für neue Interessierte, einfach dazuzukommen. Wenn Sie vorher wissen möchten, um was es gehen wird, fragen Sie gern nach bei Pfarrerin Dr. Ruth Huppert.
Theologie zwischen Torte und Tatort immer am ersten Sonntag im Monat, 17:00-18:30 Uhr. Der Ort wechselt, bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite, über die Aushänge, oder fragen Sie im zentralen Gemeindebüro nach.
Zum Thema am 04.01:
Schon bei zwei Treffen sind wir über den Begriff der Sünde hinweggegangen, und es stand im Raum, dass man eigentlich mal darüber sprechen müsste, was das ist. Ob Sünde nur „zart und lila“ ist wie die sprichwörtlich gewordene Versuchung in der Milkawerbung, oder ob an dem Begriff etwas dran ist, was uns im alltäglichen Leben helfen könnte. Was wären geeignete Unterscheidungskriterien für das, was Sünde ist und was nicht, wenn es nicht nur um Sahnetortenkonsum geht?
These im Voraus:
Es gibt eine lange Tradition, nur noch im sexualmoralischen Kontext von Sünde zu sprechen. Das hat m.E. vor allem frauenfeindliche Auswirkungen (weil Frauen immer noch schnell für die Einhaltung der sexualmoralischen Grenzen verantwortlich gemacht werden), und gibt uns keinerlei Mittel an die Hand anderes mit Klarheit als Sünde zu bezeichnen, was vielleicht wirklich Sünde ist.
Auch überlegenswert: Ist allein der Begriff Sünde so altbacken und belastet, dass man den nicht mehr neu füllen kann, sondern eigentlich einen anderen Begriff bräuchte, um im Gespräch mit Menschen außerhalb der Kirche ernst genommen zu werden, und sich andererseits auch selbst von den sexualmoralischen Engführungen abgrenzen zu können?
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