Chichester Psalms - Amerikanische Chormusik des 20. Jahrhunderts

Chichester Psalms - Amerikanische Chormusik des 20. Jahrhunderts

Chichester Psalms - Amerikanische Chormusik des 20. Jahrhunderts

Sonntag, 8. November 2026, 18:00 Uhr
St. Thomaskirche, Heddernheimer Kirchstraße 2, 60439 Frankfurt am Main
Solisten der Domsingschule Frankfurt; Stanislav Rosenberg, Klavier solo; Kammerphilharmonie Frankfurt; Thomaskantorei Frankfurt am Main; Manuel Dahme, Leitung
30/25/20 € (je 5 € Erm. für Mitglieder Freundeskreis und Menschen in Ausbildung/Studium); Vorverkauf Gemeindebüro ab 8.10.2026; Abendkasse

Amerikanische Chormusik des 20. Jahrhunderts steht auf dem Programm der Thomaskantorei im November. Vier markante Kompositionen treffen aufeinander, die auf unterschiedliche Weise europäische Traditionen mit neuen Einflüssen wie Jazz, Folk und modernem Klangfarbenreichtum verbinden, und die sich zugleich in das Jahresmotto unserer Konzerte, „Psalmen“, einfügen. 

Da sind die „Chichester Psalms“ (1965) von Leonard Bernstein: Ein Stück für Knabenstimme, gemischten Chor, Harfe, Orgel und Schlagzeug. Hebräische Psalmen hat Bernstein dafür zusammengestellt und eine Komposition voller Kontraste geschrieben, mit raffinierten Harmonien, knackigen Rhythmen und träumerischen Melodien. 

1949 komponierte Ralph Vaughan Williams die “Fantasia on the ‘Old 104th’ Psalm Tune” für Klaviersolo, gemischten Chor und Orchester. Die zugrundeliegende Choralmelodie „Old 104th“ („Lobe den Herrn, meine Seele“) entfaltet sich da allmählich von einem spärlichen, rhythmischen Klavierauftakt hin zu einer reichen, majestätischen Harmonie im Chorsatz – eine ungewöhnliche Balance, die an Beethovens Chorfantasie erinnert. 

Gustav Holsts Komposition der Psalmen 86 und 148 für Chor, Streichorchester und Orgel entstand 1912, und sie zeigen seine Kunst, interessante und wirkungsvolle Musik zu schreiben, die den Fähigkeiten von Amateursängern angepasst ist.

Obwohl Holst bekannte Melodien verwendete, ist sein Werk weit mehr als eine schlichte Harmonisierung der Melodien. Jede einzelne ist geschickt gesetzt und erzeugt Aufmerksamkeit durch tonale Kontraste. Die erste öffentliche Aufführung der „Two Psalms“ fand übrigens erst 1920 statt, nämlich in der Pause eines Football - Spiels (!). 

Und schließlich erklingt Samuel Barbers Bearbeitung seines berühmten Adagios für Streicher (1938). Der Komponist setzte es dann als „Agnus Dei“ für Chor a cappella, das in dieser Version mindestens ebenso eindringlich ist wie das Original.

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